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16.5.2022 : 16:26 : +0200

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G. Felbermayr, H. Mahlkow and A. Sandkamp, Cutting through the Value Chain: The long-run effects of decoupling the East from the West.
Feb. 2022.

Datei:https://fiw.ac.at/fileadmin/Documents/Publikationen/Working_Paper/N_196_Felbermayr_Mahlkow_Sandkamp.pdf

Abstract: With ever-increasing political tensions between China and Russia on one side and the EU and the US on the other, it only seems a matter of time until protectionist policies cause a decoupling of global value chains. This paper uses a computable general equilibrium trade model calibrated with the latest version of the GTAP database to simulate the effect of doubling non-tariff barriers - both unilateral and reciprocal - between the two blocks on trade and welfare. Imposing trade barriers almost completely eliminates bilateral imports. In addition, changes in price levels lead to higher imports and lower exports of the imposing country group from and to the rest of the world. The targeted country group increases exports to the rest of the world and reduces imports. Welfare falls in all countries involved, suggesting that governments should strive to cooperate rather than turning away from each other. By imposing a trade war on Russia, the political West could inflict severe damage on the Russian economy because of the latter’s smaller relative size.

FIW-Jahresgutachen 2022 - Die österreichische Außenwirtschaft , Feb. 2022
Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Jahresgutachten_2022/FIW_AH_JG_2022_final.pdf

Abstract: Das vorliegende FIW-Jahresgutachten widmet sich der aktuellen Entwicklung der österreichischen Außenwirtschaft. Im Zentrum stehen eine Darstellung und Beschreibung der Handelsaktivitäten im Jahr 2021 sowie eine kurz- und mittelfristige Prognose. Die Einschätzung der aktuellen Lage beruht auf vorläufigen Daten bis zum III. Quartal bzw. wenn verfügbar bis zum Spätherbst 2021. Die kurzfristige Prognose umfasst die Zeitperiode von 2021 bis 2023 und widmet sich schwerpunktmäßig dem Jahr 2022. Die mittelfristige Prognose gibt darüber hinaus eine Einschätzung über die möglichen Entwicklungen bis zum Jahr 2026.

G. Felbermayr, M. Larch, E. Yalcin and Y. V. Yotov, On the Heterogenous Trade and Welfare Effects of GATT/WTO Membership.
Feb. 2022.

Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Working_Paper/N_195_Felbermayr_et_al.pdf

Abstract: We quantify the partial and general equilibrium effects of GATT/WTO membership on trade and welfare. Using an extensive database covering manufacturing trade for 186 countries over the period 1980-2016, we find that the average impact of GATT/WTO membership on trade among member counties is large, positive, and significant. We contribute to the literature by estimating country-specific estimates and find them to vary widely across the countries in our sample with poorer members benefitting more. Using these estimates, we simulate the general equilibrium effects of GATT/WTO on welfare, which are sizable and heterogeneous across members, and relatively small for non-member countries. We show that countries not experiencing positive trade effects from joining GATT/WTO can still gain in terms of welfare, due to lower import prices and higher export demand.

Datenappendix: FIW-Jahresgutachen 2022 - Die österreichische Außenwirtschaft , Feb. 2022
Weblink:https://fiw.ac.at/fileadmin/Documents/Publikationen/Jahresgutachten_2022/FIW_JG_2022_Datenappenix_final.pdf _blank
Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Jahresgutachten_2022/FIW_JG_2022_Datenappenix_final.xlsx

Abstract: Alle Hintergrunddaten des FIW-Jahresgutachten 2022 in übersichtlicher Tabellenform.

R. Stehrer and N. Vujanovic, "The Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP) agreement: Economic implications for the EU27 and Austria"
no. 54 , pp. 13 , Jan. 2022.

Datei:https://fiw.ac.at/fileadmin/Documents/Publikationen/Policy_Briefs/54_FIW_Policy_Brief_Stehrer_Vujanovic_RCEP.pdf

Abstract: The RCEP agreement, signed between ASEAN+3, New Zealand and Australia, forms the largest trade bloc in history, and will likely change the gravity of trade more towards Asia. This will pose large implications for its members that, due to economic and trade diversities, may not incur all economic benefits equally. This policy brief demonstrates that the countries encompassing the current trade bloc are large trade partners of the EU and Austria, and this trade embeddedness has been on the rise. High tech industries are particularly trade dependent on imports from this trade bloc, while significant value added from China is embodied in EU and Austrian service and goods exports. The assessment based on Caliendo-Parro is that due to formation of the bloc, trade with the EU may decline by -1%. Austrian export will suffer slightly more (-1.2%). However, more positive welfare effects might be generated from successful EU FDI inflows to the newly formed trade bloc, when possible.

E. Christen, "America is back. Chancen und Herausforderungen für die multilaterale Zusammenarbeit"
vol. 53 , Dez. 2021.

Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Policy_Briefs/53_FIW_Policy_Brief_Christen_America_is_back.pdf

Abstract: Der vorliegende Beitrag erläutert die globalen handelspolitischen Herausforderungen, die sich im Zuge der Trump-Administration intensiviert und den Stillstand sowie die Interessensgegensätze bei multilateralen Handelsfragen verschärft haben. Mit dem Amtsantritt von Joe Biden sind die Relevanz einer regelbasierten multilateralen Handelsordnung und internationalen Zusammenarbeit wieder in den Vordergrund gerückt. Insbesondere die transatlantische Kooperation bei zentralen Themen im Zuge gemeinsamer Bestrebungen hinsichtlich eines "Renewed Transatlantic Partnership" könnte eine Hebelwirkung entfalten, um die Handels- und Investitionstätigkeiten zu stärken und eine sinnvolle WTO-Reform anzustoßen. Gleichzeitig veranschaulicht Bidens "America is back"-Kurs die Rückkehr der USA auf die internationale Bühne und unterstreicht, dass die internationalen Prioritäten der USA auch multilaterale Kooperationen über die Handelspolitik hinaus beinhalten, wie beispielsweise eine Reform der globalen Unternehmenssteuer, die Aufhebung des Patentschutzes im Sinne der Eindämmung der COVID-19-Pandemie sowie ein gemeinsames Vorgehen gegenüber China und eine Klimakooperation. Dieser Kurswechsel der USA eröffnet weitreichende Chancen für die Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit, die langfristig auch zu einem Wiedererstarken der globalen Handelsordnung führen kann.

FIW-Jahresgutachten Die österreichische Außenwirtschaft UPDATE 2021 , Nov. 2021
Weblink:https://fiw.ac.at/fileadmin/Documents/Publikationen/Jahresgutachten_2021/Update_November_2021/FIW_Jahresgutachten_Update2021_FINAL.pdf
Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Jahresgutachten_2021/Update_November_2021/Datenappendix_update2021_FINAL.xlsx

Abstract: Für die österreichischen Gesamtexporte von Waren und Dienstleistungen geht das Kompe-tenzzentrum "Forschungsschwerpunkt Internationale Wirtschaft" (FIW) auf Basis der Prognose des Jahresergebnisses für 2021 von einem Wachstum von 8,6% (preisbereinigt) aus. Im Jahr 2022 rechnet das vorliegende Update mit einem Exportwachstum von 8,9%. Die hohe Ex-portdynamik im Jahr 2021 ist auf den Warenhandel zurückzuführen, der mit rund 10,6% wachsen dürfte. Der Dienstleistungsexport dürfte nach 2020 auch 2021 einen Rückgang um 1,3% in Kauf nehmen müssen. Dies ist vor allem auf die schwache Wintersaison im Reisever-kehr zurückzuführen.

B. Dachs, "Rückverlagerungen: Motive, Trends und Perspektiven für die Politik"
no. 52 , pp. 11 , Okt. 2021.

Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Policy_Briefs/52_FIW_Policy_Brief_Dachs_Rueckverlagerungen.pdf

Abstract: Rückverlagerungen sind Verlagerungen von Produktionsaktivitäten (oder Teilen davon) aus dem Ausland in das Herkunftsland des Unternehmens. Das Thema taucht aus verschiedenen Gründen derzeit vermehrt in der öffentlichen Diskussion auf: einerseits leiden Unternehmen unter Lieferverzögerungen und anderen Nachteilen zu langer Lieferketten. Die Covid-19-Krise hat diese Anfälligkeit besonders deutlich gezeigt. Zum anderen verbinden sich mit Rückverlagerungen die Hoffnung, Arbeitsplätze aus dem Ausland „zurückzuholen“. Die präsentierten Daten zeigen, dass Rückverlagerungen im Gegensatz zur öffentlichen Wahrnehmung noch selten sind. Sie sind kein wirtschaftspolitisches Allheilmittel, um Arbeitsplätze zu schaffen und die Belastbarkeit internationaler Zuliefernetzwerke zu erhöhen, können der österreichischen Industrie in Zukunft allerdings positive Impulse geben. Deshalb sollte die Politik rückkehrwillige Unternehmen unterstützen. Die Förderung von Rückverlagerungen sollte allerdings kein Selbstzweck sein. Vielmehr könnte sich eine Strategie der industriellen Modernisierung als erfolgreich erweisen, die neben Investitionen in moderne Produktionstechnologien auch Ausbildung und Innovation fördert und so die Attraktivität des Standorts verbessert. Als Nebeneffekt könnte eine solche Strategie dazu beitragen, Rückverlagerungen attraktiver zu machen.

Transportkostenwahrheit im internationalen Handel .
Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Studien_2021/FIW_PN_Transportkostenwahrheit_im_internationalen_Handel_03_2021.pdf

Abstract: Mit dem Warentransport sind zahlreiche negative externe Effekte verbunden. Aufgrund eines Marktversagens werden zu viele Güter über weite Strecken transportiert. Maßnahmen zur Internalisierung, wie die Einführung von Auflagen, Verboten sowie Steuern, Abgaben und handelbaren Zertifikaten, zielen darauf ab, die externen Kosten zu berücksichtigen. In einigen Bereichen werden solche Eingriffe jedoch unterlassen. Eine umfassende Literatur-recherche zeigt, dass die mit dem Warentransport verbundenen externen Kosten nur teilweise internalisiert und somit preiswirksam sind. Mittels eines quantitativen Modells wird in einer Szenarioanalyse untersucht, wie sich eine Internalisierung der externen Kosten von Handelsaktivitäten in Form eines Preisaufschlags auswirken würde. Wie die Ergebnisse zei-gen, könnte die Umsetzung von Transportkostenwahrheit im Extra-EU-Handel mit einer leichten Steigerung des realen Bruttoinlandsproduktes und der Beschäftigung in der EU einher-gehen, sofern die Einnahmen dieser Handelsaufschläge wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Die Analyse benennt Handlungsoptionen zur Herstellung von Transportkostenwahrheit im internationalen Handel.

O. Reiter and R. Stehrer, "Learning from Tumultuous Times. An Analysis of Vulnerable Sectors in International Trade in the Context of the Corona Health Crisis" ,
Jul. 2021 , pp. 68.

Weblink:https://fiw.ac.at/fileadmin/Documents/Publikationen/Studien_2021/FIW_PN_04_2021_Learning_from_Tumultuous_Times.pdf _blank
Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Studien_2021/FIW_RR_04_2021_Learning_from_Tumultuous_Times.pdf

Abstract: The COVID-19 pandemic marks an unprecedented shock to global growth and trade and brought international dependencies into the spotlight. This triggered discussions on resilience and robust-ness of global value chains. In this paper we assess which products can be considered as vulnera-ble to trade shocks at the global level – referred to as ‘risky’ products – by constructing a ‘product riskiness indicator’ for 4700 globally traded products based on components such as market con-centration, clustering tendencies, network centrality of players, or international substitutability. In a second step the bilateral imports of risky products are matched to multi-country input-output tables enabling the analysis of the importance of internationally sourced risky products by country and using industries. Higher-tech industries are more prone to supply-chain vulnerability given the large share of risky products in high-tech product categories. Third, we apply a ‘partial global extraction method’ to assess the GDP impact of reshoring. Assuming that imports of risky products are re-shored from non-EU27 to EU27 countries suggests an increase in the EU27 GDP of up to 0.5%. The non-EU27 countries lose from such re-shoring activities accordingly. This suggests that it is also in the interest of the supplier countries and industries to assure robust or at least resilient supply chains. Finally, selected policy aspects in the context of the envisaged EU Open Strategic Autonomy are debated.

E. Christen, B. Meinhart, F. Sinabell and G. Streicher, "Transportkostenwahrheit im internationalen Handel" ,
Jul. 2021 .

Weblink:t3://file?uid=4381 _blank
Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Studien_2021/FIW_RR_Transportkostenwahrheit_im_internationalen_Handel_03_2021.pdf

Abstract: Mit dem Warentransport sind zahlreiche negative externe Effekte verbunden. Aufgrund eines Marktversagens werden zu viele Güter über weite Strecken transportiert. Maßnahmen zur Internalisierung, wie die Einführung von Auflagen, Verboten sowie Steuern, Abgaben und handelbaren Zertifikaten, zielen darauf ab, die externen Kosten zu berücksichtigen. In einigen Bereichen werden solche Eingriffe jedoch unterlassen. Eine umfassende Literaturrecherche zeigt, dass die mit dem Warentransport verbundenen externen Kosten nur teilweise internalisiert und somit preiswirksam sind. Mittels eines quantitativen Modells wird in einer Szenarioanalyse untersucht, wie sich eine Internalisierung der externen Kosten von Handelsaktivitäten in Form eines Preisaufschlags auswirken würde. Wie die Ergebnisse zeigen, könnte die Umsetzung von Transportkostenwahrheit im Extra-EU-Handel mit einer leichten Steigerung des realen Bruttoinlandsproduktes und der Beschäftigung in der EU einhergehen, sofern die Einnahmen dieser Handelsaufschläge wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Die Analyse benennt Handlungsoptionen zur Herstellung von Transportkostenwahrheit im internationalen Handel.

R. Janik, "WTO 2.0: Rück- und Ausblick auf das multilaterale Welthandelssystem"
vol. 51 , pp. 21 , Jun. 2021.

Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Policy_Briefs/51_FIW_Policy_Brief_Janik.pdf

Abstract: Das vorliegende Policy Brief befasst sich mit früheren und gegenwärtigen Herausforderungen für die WTO und den Welthandel. Es beginnt mit allgemeinen Ausführungen zum Forschungsstand bezüglich der Überlegenheit von Multilateralismus gegenüber bilateralem Vorgehen und den Grenzen der Beurteilung der Effekte für einzelne, allen voran kleinere, Volkswirtschaften. Darauf aufbauend wird die Doha-Runde beleuchtet, die an fundamental gegensätzlichen Forderungen, aber auch strukturellen Problemen, wie der hohen Teilnehmerzahl, scheiterte. Einige kleinere Erfolge wie die Verabschiedung und das Inkrafttreten des Trade Facilitation Agreement oder die weitgehende Einigung zu vielen die Landwirtschaft betreffenden Fragen bleiben jedoch. Gegenwärtig leidet die WTO außerdem unter der US-Blockade des Streitbeilegungssystems und deren „Handelskrieg“ mit China, bei dem alle Seiten Welthandelsrecht verletzt hatten (und, aufgrund des Nichtfunktionierens des Appellate Body, auch mussten). Es wird sich weisen, ob die gegenwärtigen Initiativen der Europäischen Kommission bei der zwölften Ministerkonferenz Wirkung zeigen können. Die Bekämpfung der COVID-19-Pandemie und die globale Ungleichheit und Ungerechtigkeit bei der Versorgung mit Impfstoffen erfordert jedenfalls genuin-globale Zusammenarbeit.

J. Grübler, "Handelspolitische Schutzmaßnahmen: Balanceakt auf einem schmalen Grat zwischen Schutz und Protektionismus"
no. 50 , pp. 13 , Mai 2021.

Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Policy_Briefs/50_FIW_Policy_Brief_Gruebler_Schutzmassnahmen.pdf

Abstract: Das oberste Ziel der Welthandelsorganisation ist eine globale Handelsliberalisierung zum Wohl aller Länder. Da der Abbau von Handelsbarrieren jedoch auch in nicht intendierten wirtschaftlichen Effekten resultieren kann, wurden bereits in den 1960er-Jahren Instrumente entwickelt, um Schäden für die heimische Wirtschaft durch stark steigende Importe – insbesondere jene, die unlauteren Handelspraktiken zuzuschreiben sind – entgegen-zuwirken. Antidumping-, Antisubventions- und Schutzmaßnahmen werden jedoch nicht nur multilateral im Rah-men der Welthandelsorganisation geregelt. Über 80% der seit 1996 in Kraft getretenen präferenziellen Handels-abkommen enthalten entsprechende Bestimmungen; in EU-Abkommen sind sie noch häufiger verankert als in anderen, allerdings mit wesentlich stärkerem Bezug auf die Welthandelsorganisation und die Erarbeitung ein-vernehmlicher Lösungen. Die empirische Wirtschaftsforschungsliteratur zeigt allerdings auch auf, dass die stark steigende Nutzung der Instrumente nicht zwingend ein Zeichen vermehrt unfairer Handelspraktiken ist, sondern vielmehr auf protektionistischen Missbrauch der Schutzmaßnahmen hindeutet. Die schweren wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie, die durch die Krise beschleunigte Digitalisierung und die geographisch asym-metrische Erholung von der Gesundheits- und Wirtschaftskrise befeuern die Nutzung bestehender und Entwick-lung neuer handelspolitischer Schutzinstrumente. Neben der Beleuchtung von bereits seit längerem etablierten Antidumping-, Antisubventions- und Schutzmaßnahmen streift der Policy Brief auch neuere oder wiederbelebte Instrumente, die ebenfalls dem Schutz der Wirtschaft vor schädigenden Handelspraktiken anderer Länder die-nen sollen, aber die Diskussionen rund um steigenden Protektionismus und die Rolle der Welthandelsorganisati-on weiter intensivieren.

G. J. Felbermayr, K. Kamin, S. Chowdhry, J. Hinz, A. Jacobs, S. Kill and A. Sandkamp, "Perspektiven einer erfolgreichen europäischen Handelspolitik im Kontekt geopolitischer Herausforderungen"
Mai 2021.

Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Studies_on_Foreign_Trade/Studie_Perspektiven_einer_erfolgreichen_europaeischen_Handelspolitik_im_Kontext_geopolitischer_Herausforderungen.pdf

Abstract: Die Studie „Perspektiven einer erfolgreichen europäischen Handelspolitik im Kontext geopolitischer Herausforderungen“ wurde von einem Team des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) unter der Leitung von Dr. Katrin Kamin und Prof. Gabriel Felbermayr im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort erstellt. Sie untersucht die Auswirkungen des Handelsstreits zwischen den USA und China auf die EU sowie die Effekte des Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP) auf die EU. Darüber hinaus diskutiert sie die geopolitischen Implikationen für die EU. Die letzten Jahre waren von einer stärker werdenden geostrategischen Rivalität zwischen China und den USA geprägt. Der Abschluss des Freihandelsabkommen RCEP zwischen China und seinen ost- und südostasiatischen Handelspartnern setzt die westlichen Industriestaaten und die transatlantische Kooperation zusätzlich unter Druck. Die Studie beleuchtet die handelspolitischen Implikationen dieser komplexen Lage für die EU und ihre Handlungsoptionen. So profitieren Österreich und die EU aufgrund von Handelsumlenkungseffekten potentiell von einer Eskalation des US-chinesischen Handelsstreits. Und obwohl die Auswirkungen des RCEP-Abkommens relativ gering sind, verdient die ost-/südostasiatische Region die volle Aufmerksamkeit der EU. Die quantitativen Ergebnisse deuten insgesamt darauf hin, dass die EU ihre strategische Autonomie, die bereits ein Kernpunkt der neuen EU-Außenhandelsstrategie ist, weiter ausbauen muss.

F. Breuss, "Die Folgen des Brexit für Österreich und die EU"
vol. 49 , pp. 21 , 03 2021.

Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Policy_Briefs/49_FIW_Policy_Brief_Breuss.pdf

Abstract: Der Brexit ist ein einmaliges Ereignis. Im bisher stets auf Wachstum ausgerichteten europäischen Integrationsgesche-hen gibt es zum ersten Mal einen Rückschlag: Die EU schrumpft. Die Motive für den Brexit waren vielfältig. Das stärkste dürfte der bereits politisch sehr weit (für die Briten zu weit) fortgeschrittene Integrationsprozess und das Ziel „einer immer engeren Union“ gewesen sein. Nach viereinhalbjährigen Verhandlungen fand der Brexit mit einem Handels- und Kooperationsabkommen (HKA) seinen Abschluss. Die Folgen für beide Parteien für den bilateralen Handel und die je-weilige Wohlfahrt sind schwer abschätzbar, handelt es sich doch um ein einmaliges Politik-Experiment. Wenn es Verlie-rer geben wird, ist das vor allem das Vereinigte Königreich. Zwar gibt es im Warenhandel keine neuen Zölle und Quo-ten, doch führen neue Handelshemmnisse (Zollkontrollen etc.) zu Einschränkungen. Die übrigen drei Freiheiten des EU-Binnenmarktes (Dienstleistungen, Kapital und Personen) wurden im HKA nicht oder unvollständig geregelt. Besonders die Bedingungen für den Handel mit Finanzdienstleistungen – ein Schwerpunkt Londons – sind noch offen. Der Brexit und das Schrumpfen der EU dürfte neben der Abkühlung der bilateralen Beziehungen auch Folgen für beide Parteien haben: Das Vereinigte Königreich könnte ebenfalls schrumpfen, wenn Nordirland einen Zusammenschluss mit Irland anstrebt. Die verkleinerte EU verliert international sowohl politisch als auch ökonomisch an Gewicht.

FIW-Jahresgutachen 2021 - Die österreichische Außenwirtschaft , Feb. 2021
Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Jahresgutachten_2021/FIW_Jahresgutachten_2020_2021_Februar_final.pdf

Abstract: Das Jahr 2020 wurde vom Ausbruch und der globalen Verbreitung von COVID 19 geprägt. Obwohl in den ersten beiden Kalendermonaten Europa direkt nicht stark von der Ausbreitung des Virus betroffen war, litten die europäischen Wertschöpfungsketten bereits durch Produktions- und Lieferausfälle in und aus Asien – allen voran China. Ab Mitte Februar breitete sich die Pandemie über Europa und die USA aus. Die Politik musste mit gesundheitspolitischen Maßnahmen reagieren, die vor allem die Bewegungs- und Verkehrsfreiheit massiv einschränkten und somit große Teile des Wirtschaftslebens zum Stillstand brachten. Ökonomisch betrachtet, führte die COVID 19 Pandemie zu einem wirtschaftlichen Abschwung in einem Ausmaß, welches man seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr beobachten musste. Die OECD rechnet mit einem Rückgang des weltweiten Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 4,3% im Vergleich zu 2019. Das WIFO geht in seiner Prognose vom Dezember im Vorjahresvergleich von einem Rückgang des österreichischen BIP im Jahr 2020 von rund 7,3% aus.

Datenappendix: FIW-Jahresgutachen 2021 - Die österreichische Außenwirtschaft , Feb. 2021
Weblink:https://fiw.ac.at/fileadmin/Documents/Publikationen/Jahresgutachten_2021/FIW_JG_2021_Datenappenix_final.pdf _blank
Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Jahresgutachten_2021/FIW_JG_2021_Datenappenix_final.xlsx

Abstract: Alle Hintergrunddaten des FIW-Jahresgutachten 2021 in übersichtlicher Tabellenform.

H. Oberhofer, M. Pfaffermayr and Y. Wolfmayr, "Die Auswirkungen des Brexit auf Österreichs Wirtschaft - Policy Note"
pp. 57 , Jan. 2021.

Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Studien_2021/FIW_PN_Die_Auswirkungen_des_Brexit_auf_Oesterreichs_Wirtschaft_01_2021_final.pdf

Abstract: Diese Studie liefert ein Update zu den 2017 berechneten Handels- und Wohlfahrtseffekten des Brexit für die österreichische und die britische Wirtschaft ("Estimating the Trade and Welfare Effects of Brexit. A Panel Data Structural Gravity Model"). Die Schätzung erfolgt mit einem strukturellen Gravitationsmodell auf disaggregiertem Branchenniveau. Die Studie vergleicht die ökonomischen Folgen des am 24. Dezember 2020 vereinbarten Freihandelsabkommens zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich mit den Handels- und Wohlfahrtseffekten aus einem ungeregelten Ausscheiden des Vereinigten Königreichs. Demnach dämpft das Freihandelsabkommen die negativen bilateralen Handelseffekte, kompensiert sie jedoch nicht vollständig. Das Vereinigte Königreich ist vom Ausscheiden deutlich stärker als Österreich betroffen. Die größten negativen Handelseffekte zeigen sich für den Agrarsektor sowie in der für den bilateralen Handel wichtigen Kfz-Branche.

J. Grübler, R. Stöllinger and G. Tondl, "Wanted! Free Trade Agreements in the Service of Environmental and Climate Protection" ,
Jan. 2021 , pp. 97.

Weblink:https://www.fiw.ac.at/fileadmin/Documents/Publikationen/Studien_2021/FIW_Research_Report_FTA_Environment_PolicyBrief.pdf
Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Studien_2021/FIW_Research_Report_FTA_Environment_FINAL.pdf

Abstract: The effects of international trade on the planet’s climate and environment are manifold and complex. This makes assessment of the impact of free trade agreements (FTAs) a delicate matter. This study provides an overview of the development of sustainability chapters in FTAs and discusses their potential and limitations. It highlights particular industry-specific environmental issues related to EU trade, especially with developing countries, and presents complementary policy options. In this vein, it zooms in on the EU-Mercosur FTA, for which a political agreement was reached in June 2019. It contrasts the estimated cost of increased CO2 emissions attributable to intensified trade relations, as one element of the ‘pains from trade’, with the estimated ‘gains from trade’ arising from lower prices for consumers. The analysis suggests that the benefits outweigh the costs; yet, the result is sensitive to assumed prices for pollutants. Furthermore, the effectiveness of the incorporated sustainability chapter is limited by its enforceability. The latter provokes a discussion on the modernisation of the framework of the World Trade Organization, which currently does not allow environmental challenges to be tackled effectively.

H. Oberhofer, M. Pfaffermayr and Y. Wolfmayr, "Die Auswirkungen des Brexit auf Österreichs Wirtschaft" ,
Jan. 2021 , pp. 57.

Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Studien_2021/FIW_RR_DIe_Auswirkungen_des_Brexit_auf_Oesterreichs_Wirtschaft_01_2021_final.pdf

Abstract: Diese Studie liefert ein Update zu den 2017 berechneten Handels- und Wohlfahrtseffekten des Brexit für die österreichische und die britische Wirtschaft ("Estimating the Trade and Welfare Effects of Brexit. A Panel Data Structural Gravity Model"). Die Schätzung erfolgt mit einem strukturellen Gravitationsmodell auf disaggregiertem Branchenniveau. Die Studie vergleicht die ökonomischen Folgen des am 24. Dezember 2020 vereinbarten Freihandelsabkommens zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich mit den Handels- und Wohlfahrtseffekten aus einem ungeregelten Ausscheiden des Vereinigten Königreichs. Demnach dämpft das Freihandelsabkommen die negativen bilateralen Handelseffekte, kompensiert sie jedoch nicht vollständig. Das Vereinigte Königreich ist vom Ausscheiden deutlich stärker als Österreich betroffen. Die größten negativen Handelseffekte zeigen sich für den Agrarsektor sowie in der für den bilateralen Handel wichtigen Kfz-Branche.

Datenappenix: FIW Jahresgutachten UPDATE 2020 "Die österreichische Außenwirtschaft" , Nov. 2020
Weblink:https://fiw.ac.at/fileadmin/Documents/Publikationen/Jahresgutachten2020/Update_Oktober_2020/Datenappendix_UPDATE__2020.pdf _blank
Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Jahresgutachten2020/Update_Oktober_2020/Datenappendix_UPDATE__2020.xlsx

Abstract: Die COVID-19-Pandemie hatte einen massiven Einfluss auf die internationalen Wirtschaftsaktivitäten und somit auf die österreichische Außenwirtschaft. Das vorliegende Oktober-Update zum FIW-Jahresgutachten „Die österreichische Außenwirtschaft“ vom Februar 2020 präsentiert eine neue kurzfristige Prognose für die Entwicklung der österreichischen Außenwirtschaft in den Jahren 2020 und 2021. Die österreichischen Waren- und Dienstleistungsexporte werden im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 real um 12,4% niedriger ausfallen. Die Gesamtimporte werden über denselben Beobachtungszeitrum (ebenfalls real betrachtet) um 10,6% schrumpfen. Da die Exporte stärker von der COVID-19-Pandemie als die Importe betroffen sind, wird der Beitrag der Nettoexporte zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum somit im Jahr 2020 mit einem Minus von 1,3 Prozentpunkten relativ deutlich negativ ausfallen.

FIW Jahresgutachten UPDATE 2020"Die österreichische Außenwirtschaft , Nov. 2020
Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Jahresgutachten2020/Update_Oktober_2020/FIW_Jahresgutachten_Update2020.pdf

Abstract: Die COVID-19-Pandemie hatte einen massiven Einfluss auf die internationalen Wirtschaftsaktivitäten und somit auf die österreichische Außenwirtschaft. Das vorliegende Oktober-Update zum FIW-Jahresgutachten „Die österreichische Außenwirtschaft“ vom Februar 2020 präsentiert eine neue kurzfristige Prognose für die Entwicklung der österreichischen Außenwirtschaft in den Jahren 2020 und 2021. Die österreichischen Waren- und Dienstleistungsexporte werden im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 real um 12,4% niedriger ausfallen. Die Gesamtimporte werden über denselben Beobachtungszeitrum (ebenfalls real betrachtet) um 10,6% schrumpfen. Da die Exporte stärker von der COVID-19-Pandemie als die Importe betroffen sind, wird der Beitrag der Nettoexporte zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum somit im Jahr 2020 mit einem Minus von 1,3 Prozentpunkten relativ deutlich negativ ausfallen.

M. Lehmann and M. Kretzschmar, "Investitionskontrollen in Europa - zwischen wirtschaftlichem Zweck, politischem Nutzen und rechtlicher Machbarkeit"
vol. 48 , pp. 15 , Okt. 2020.

Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Policy_Briefs/48_FIW_Policy_Brief_Lehmann_Kretzschmar.pdf

Abstract: Weltweit lassen sich nicht erst seit der Corona-Pandemie Tendenzen zur Verschärfung von sicherheitsbezoge-nen Investitionskontrollen feststellen – auch in Europa. Mit der Verordnung (EU) 2019/452 des Europäischen Par-laments und des Rates vom 19. März 2019 zur Schaffung eines Rahmens für die Überprüfung ausländischer Direk-tinvestitionen in der Union, EU ABl. L 79 I/1, (FDI-Screening-VO) ist nunmehr auch die EU in diesem Themenfeld gesetzgeberisch aktiv geworden. Die Umsetzung der Verordnung in den Mitgliedstaaten ist in vollem Gange: In Österreich erfolgt sie durch das neue Bundesgesetz über die Kontrolle von ausländischen Direktinvestitionen (Investitionskontrollgesetz – InvKG). Der von der EU verfolgte Ansatz zur Koordination und Kooperation unter den Mitgliedstaaten in Fragen der si-cherheitstechnischen Investitionskontrolle ist zu begrüßen, jedoch gerade auch mit Blick auf die potenzielle Dy-namik im Fortgang der Coronakrise noch ausbaufähig, soweit es die kompetenziellen, grundfreiheitlichen und wirtschaftsvölkerrechtlichen Grenzen zulassen.

A. Reinstaller and K. S. Friesenbichler, "“Better Exports” ¬ Technologie-, Qualitätsaspekte und In-novation des österreichischen Außenhandels im Kontext der Digitalisierung" ,
Sep. 2020 , pp. 112.

Weblink:https://fiw.ac.at/fileadmin/Documents/Publikationen/Studien_2020/FIW_PolicyNote_Better_Export_Reinstaller_Friesenbichler_09_2020.pdf _blank
Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Studien_2020/FIW_RR_Better_Export_Reinstaller_Friesenbichler_09_2020.pdf

Abstract: Die Studie präsentiert eine langfristige Analyse der österreichischen Warenexporte seit der 2000. Nach einer stark expansiven Phase zwischen 2000 und 2008 verlor demnach Öster-reichs Exportwirtschaft seit der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2008/09 Marktanteile und Alleinstellungsmerkmale im Welthandel. Die Wettbewerbsintensität nahm zu, und österrei-chische Exporteure konzentrieren sich zunehmend auf den Export von Waren, für die sie über hohe Spezialisierungsvorteile verfügen. Aufgrund dieser Beobachtung werden Heraus-forderungen für die Außenwirtschaftspolitik und wirtschaftspolitische Ansatzpunkte im Kon-text der Außenwirtschaftsstrategie identifiziert und diskutiert.

J. Grübler and R. Stöllinger, "EU-Freihandelsabkommen: Was liegt auf dem Tisch?"
vol. 47 , pp. 16 , Sep. 2020.

Datei:fileadmin/Documents/Publikationen/Policy_Briefs/47_FIW_Policy_Breif_Gruebler_Stoellinger_EU_Freihandelsabkommen.pdf

Abstract: Das Netzwerk der EU-Freihandelsabkommen hat sich über die letzten Jahrzehnte über den gesamten Globus ausgebreitet. Die Abkommen unterscheiden sich jedoch in ihrem Umfang und ihrer Tiefe. Die „zweite Generation“ umfassender Abkommen der EU wurde mit dem EU-Südkorea Abkommen begründet. Nach einer mehrjährigen Periode ohne große Durchbrüche traten die tiefen Handelsabkommen mit Kanada (2017), Japan und Singapur (2019) sowie Vietnam (2020) in Kraft. Verhandlungen mit Mercosur wurden abgeschlossen. Abkommen mit Neuseeland und Australien stehen in den Startlöchern. In Summe bleiben die USA und China die großen Ausnahmen und Brexit der herbste Rückschlag für die EU. Während die EU über das größte Freihandelsnetzwerk mit mehreren geographischen Clustern verfügt, verliert es an Gewicht durch den globalen Anstieg von Abkommen ohne europäische Involvierung. Eine besonders dynamische Entwicklung überlappender Freihandelszonen entwickelt sich im Pazifik mit ASEAN(+3), RCEP und CPTPP. Die jüngsten EU-Abkommen der neuen Generation verschieben das Gewicht weiter Richtung Asien. Wirtschaftliche und politische Entwicklungen als auch die jüngste COVID-19-bedingte globale Gesundheitskrise“ sind Faktoren, die eine Analyse der Stabilität von komplexen Systemen, wie überlappende Freihandelsnetzwerke und Abhängigkeiten in globalen Wertschöpfungsketten, anstoßen sollten.